Über uns

Debattenreihe „Wachstum und/oder Wohlstand“

Die deutsch-französische Debattenreihe 2011-2013 „Wachstum und/oder Wohlstand“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut français Deutschland und der Bertelsmann-Stiftung. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, wichtige zukunftsrelevante Fragen zu erörtern und deutsch-französische bzw. europäische Antworten zu liefern.

Neue gesellschaftliche Perspektiven

Das Thema „Wachstum und/oder Wohlstand“ wurde im Hinblick auf die Aktualität der letzten Jahre definiert, insbesondere auf die 2010 von Nicolas Sarkozy und Angela Merkel unterzeichnete deutsch-französische Agenda 2020 und auf den 2009 von der französischen Regierung vorgelegten Bericht der Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission. Letzterer hat mit seinen Überlegungen zu den Wechselwirkungen zwischen Wirtschaftswachstum und gesellschaftlichem Wohlstand international für Aufsehen gesorgt: Die Autoren formulierten 12 Empfehlungen für eine Neudefinition des gesellschaftlichen Wohlstands.

Im Mittelpunkt der Debatten stehen gesellschaftliche Entwicklungen, die starke Auswirkungen auf unser künftiges Leben haben werden. Wenn Wachstum im herkömmlichen Sinne nicht mehr als Selbstzweck betrachtet wird, müssen neue Indikatoren definiert werden, um den gesellschaftlichen Fortschritt zu messen und neu zu orientieren. Damit kommen sowohl wirtschaftlich-soziologische wie auch philosophisch-kulturelle, psychologisch-pädagogische und sozialpolitische Fragen über Möglichkeiten und Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung auf.

In unsicheren Zeiten wie heute ist es ratsam, Debatten zu führen, die zwar einen Bezug zur Aktualität haben, aber zugleich eine zeitliche Loslösung und somit ein tieferes Verständnis des Zeitgeschehens erlauben.

Ein transnationales Debattier- und Bürgerforum

Um diesen reflexiven Weg gemeinsam zu beschreiten, schlagen das Institut français Deutschland und die Bertelsmann-Stiftung ein transnationales Debattier- und Bürgerforum vor. Auf diese Weise kann die Öffentlichkeit aktiv an der Ausarbeitung und Verbreitung neuer Ideen zum Thema Nachhaltigkeit im europäischen und internationalen Kontext teilnehmen.

19 Debatten mit einem deutschen und einem französischen Experten werden bundesweit organisiert, um Themen wie Wirtschaft und Globalisierung, ökologisches Wachstum oder Integration und Bildung zu erörtern. Diese „Live“-Debatten werden von Medienvertretern moderiert und simultan gedolmetscht.

Ein Blog wird den Internet-Nutzern die Möglichkeit bieten, Texte zu den Debatten nachzulesen oder Video-Auszüge abzurufen, die Diskussion zu kommentieren und weiterzuführen.

 

Frankreich in Deutschland


Das Institut français Deutschland ist die einheitliche Marke der französischen Kulturaktivitäten in Deutschland : ob im Bereich der Bildung, des Hochschulwesens, der Künste oder des Buchs- und Verlagswesens. Demüberhinaus bietet es das ganze Jahr über ein umfangreiches und hochwertiges Kulturprogramm an. Im Rahmen von Lesungen, Debatten, oder Vorträgen vermittelt es bundesweit die französische Kultur.
Seit 2008 organisiert das Institut français Deutschland jährliche Debattenreihen, bei welchen sich anlässlich jeder Debatte französische und deutsche Persönlichkeiten gegenüberstehen.

Mehr über das Institut français Deutschland unter www.institutfrancais.de

Mit der freundlichen Unterstützung von Fonds d’Alembert des Institut français

Menschen bewegen. Zukunft gestalten.


Die Bertelsmann Stiftung engagiert sich in der Tradition ihres Gründers Reinhard Mohn für das Gemeinwohl. Fundament der Stiftungsarbeit ist die Überzeugung, dass Wettbewerb und bürgerschaftliches Engagement eine wesentliche Basis für gesellschaftlichen Fortschritt sind.

Mehr über die Bertelsmann Stiftung unter www.bertelsmann-stiftung.de

Aktuelle Beiträge

Referent

Dr. Emmanuel Didier

Emmanuel Didier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS – Centre national de la recherche scientifique), Mitglied der Gruppe der politischen und moralischen Soziologie (GSPM) an der Ecole des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) und des Centre Maurice Halbwachs an der Ecole normale supérieure (ENS-Paris, rue d’Ulm). Er ist Absolvent der

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Referent

Rupert Graf Strachwitz

  Rupert Graf Strachwitz ist einer der Pioniere des Stiftungswesens, das in den letzten zehn Jahren, u.a. dank neuer gesetzlicher Regelungen, ein enormes Wachstum in Deutschland verzeichnet hat und noch immer Jahr für Jahr verzeichnet. Zunächst im Malteser-Hilfsdienst und im Deutschen Caritasverband tätig, fing er 1987 an, Mäzene und Stifter zu beraten, und gründete 1989

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Forum

Und Sie, sind Sie Vereinsmitglied? Wenn ja, in welchem Bereich und wie oft sind Sie dort im Einsatz?

Am 15. Mai diskutierten Edith Archambault und Rupert Graf Strachwitz, langjährige und akribische Beobachter des Mäzenatentums und des Ehrenamtes in Deutschland und Frankreich im Rahmen der öffentlichen Debatte “Mitbestimmung = Wohlstand?” über die sehr unterschiedlichen Situationen in diesen Bereichen in beiden Ländern, zogen daraus die Konsequenzen und wiesen auf neue Wege und Perspektiven hin.

Führen Sie die Diskussion mit Ihren eigenen Erfahrungen weiter fort!

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Protokoll

Wachstum & Immigration – Protokoll von Ursula Weidenfeld

Einwanderung ist eine prima Sache – wenn sie gelingt. Dann sorgt sie für eine vielfältige und reiche Gesellschaft, für Wirtschaftswachstum und sie bereichert die Kultur des Einwanderungslandes. So weit waren sich der französische Historiker und Politologe Patrick Weil und die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney einig. Nur, dass Deutschland und Frankreich eben immer noch viel zu

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Protokoll

Klimawandel & nachhaltige Gesellschaft : Interview der Referenten

Das Interview der Referenten

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Fokus

Wachstum und/oder Wohlstand

Von November 2011 bis Juni 2013 organisierten das Institut français Deutschland und die Bertelsmann Stiftung 18 Live-Debatten zum Thema “Wachstum und/oder Wohlstand” in 13 Städten mit 39 Experten aus Frankreich und Deutschland, moderiert von 4 bedeutenden Vertretern der Medienwelt. Der Film, erstellt von Séverine Lenglet, blickt auf die Gesamtheit der durchgeführten Debatten zurück.

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